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>  MA'AT MAGAZIN >  Dezember 2010 > Die beste Feiertagsdiät ( vorheriger / nächster Artikel von Julia Griffin )
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Die beste Feiertagsdiät (English)

Von Julia Griffin

Bei der besten Feiertagsdiät geht es nicht ums Essen. Es geht um Gedanken. Ich nenne sie gerne die "Positive Gedanken Diät".

Vor Jahren arbeitete ich in einer hübschen kleinen Stadt in der Bücherei. Die Stadt war — wie meine Nachbarin Valerie zu sagen beliebte — eine wundervolle "Zeitschleife". Es gab keine Verbrechen. Ein Park wie eine grüne Briefmarke lag in ihrem Zentrum, umgeben von hohen Bäumen. Die Rückseite der Bücherei öffnete sich zum Park und ich konnte Kinder beobachten, wie sie im Park spielten. Es war nachts sicher. Niemand sperrte seine Türen zu oder Autos. Nachbarn hinterließen Geschenke auf dem Küchentisch und Katzen wanderten von Haus zu Haus um gefüttert zu werden.

Ich mochte die Bücherei. Es war ein wundervoller Ort, um mich von einer schwierigen Scheidung zu erholen, und meinen Kindern wurde erlaubt am Nachmittag bei mir zu bleiben. Ich hatte jedoch ein Problem — wenn die Bücherei still war, saßen die Besucher oft da und tauschten ihre Gedanken über die anderen Menschen in der Stadt aus. Viele ihrer Gedanken waren negativ. Nachts hörte ich oft ihre Stimmen und dachte über die Schwierigkeiten des Lebens nach. Ich versuchte zu studieren und meditieren, fühlte jedoch, dass ich nicht damit aufhören konnte die negativen Gedanken der Nachrichten, Zeitungen und Anderer zu hören.

An einem dunklen Tag im November schlug ich ein Buch auf das besagte, "Wenn du Anderen erlaubst, dir ihre negativen Gedanken zu erzählen, wirst du nie ein glückliches Leben haben. Du wirst durch ihre Energiefelder zu niedrigeren Gedanken gezogen werden. Praktiziere das Fokussieren auf das Schöne, Gute und Glückliche im Leben. Erlaube den höheren Schwingungen dein Feld zu durchdringen und du wirst wahrlich eine Veränderung in deinem Leben sehen. Erwünschte Manifestation wird durch positive Schwingungen erschaffen."

"Oh, nein!" dachte ich. "Dann wird es für mich niemals geschehen. Ich werde niemals ein besseres Leben manifestieren. Denkt einfach nur an die Gespräche denen ich jeden Tag zuhöre. Jeder spricht über Operationen und Krankheiten. Sie tauschten sich über die Mängel von jedermanns Charakter aus. Und dies beinhaltet noch nicht einmal die Wiederholung der schlechten Ereignisse aus den Nachrichten."

Dann jedoch dachte ich noch etwas weiter nach. Der Autor des Buches ermutigte den Leser das Thema zu wechseln, zu empfehlen dass Andere das Thema wechseln. "Weist einfach zurück an negativer Kommunikation teilzunehmen", fuhr der Autor fort.

Ich entschied mich eine "Positive Gedanken Diät" zu versuchen. Ich erzählte den Besuchern von meinem Plan und ich war so umsichtig darauf hinzuweisen, dass sie mich vielleicht unterstützen würden, wenn ich eine physische Diät machte. Zu guter Letzt waren sie gute, fürsorgliche Menschen. Ich schrieb die Worte "Positive Gedanken" auf kleine Papierstücke die ich den Gästen reichen würde, wenn unsere Gespräche in negative Gedanken abrutschten.

Für ein paar Wochen hatten die Besucher wenig zu sagen. Sie wählten Bücher aus und gingen schnell. Ich konnte sehen, dass sie sich unwohl fühlten, also suchte ich glückliche Fakten zu ihren Lieblingsthemen für die Gespräche bei ihrem nächsten Besuch heraus

Agnes, die eine streng gläubige Katholikin war, erzählte nicht länger Geschichten von Gemeindemitgliedern mir fürchterlichen Problemen, die eine Heilung benötigen. Sie erzählte von denjenigen, die geheilt wurden. Der brillante Pensionär, der für eine Aktienfirma gearbeitet hatte, sprach nicht länger von den Problemen der Wirtschaft. Er sammelte die Aktien, die empor stiegen. Die Hausfrauen gingen zu Diäten; Sie entschieden sich, dass es ebenso leicht war zu gehen und weniger zu essen, als sich zu beschweren.

Nicht jeder war leicht zu überzeugen. Eine Besucherin hörte vollkommen auf mit mir zu sprechen, bis ich ihr zwischen den Katalogen zuflüsterte "Wussten sie, dass jeder in dieser Stadt aufeinander verbunden/verwandt ist?"

"Natürlich," flüsterte Doris zurück, ihren Pullover eng an sich ziehend und achselzuckend von mir weg bewegend.

"Die fürchterlichste Sache geschah," flüsterte ich zurück.

Nun war sie ganz "Ohr"." "Was war es denn?" flüsterte sie zurück, einen Schritt näher kommend.

"Jeder erzählte mir schreckliche Dinge über jeden der hier lebt. Dann fand ich heraus, dass jeder in der Stadt untereinander verwandt ist und ich weiß nicht wer mit wem verwandt ist. Was war, wenn ich etwas wiederholte, was jemand zu einem Cousin gesagt hat. Können sie sich vorstellen wie viele Leute ich kränken könnte? Dies ist einer der Gründe, warum ich die Positive Gedanken Diät anfing."

Doris war nicht dumm. Sie verstand es gleich. "Sie haben recht", flüsterte sie, "das ist ein ziemliches Problem. Jetzt kann ich sehen, warum sie es gemacht haben. Ich vermute mal ich kann auch helfen."

Sie schloss sich nicht gleich an, zwei Wochen später jedoch kam sie in die Bücherei mit einem roten Pullover an. Ich hatte sie niemals zuvor in irgendetwas anderem gesehen als stumpfen Farben.

"Ich mag ihren Pullover" sagte ich.

"Das dachte ich mir", sagte sie, tatsächlich lächelnd, "Sehen sie, ich dachte an etwas, das positiv war. Ich meine, das kann ich auch machen."

Dann gab es da das attraktive ältere Paar, dass immer mitteilte, was am anderen falsch war. Beide waren schwerhörig und konnten einander nicht hören. Sie hörte hohe Töne und er hörte niedrige Töne — es war nicht schwer zu erraten warum. Beide konnten jedoch mich hören — also diskutierten sie ihre Probleme mit mir.

Eines Nachmittags las ich der vierten Klasse einer lokalen Grundschule aus Büchern vor. Vorhersehbarerweise besuchten viele Kinder die Bücherei um Büchereiausweise zu bekommen oder Bücher auszuleihen. Meine Vorgesetzte half im Hintergrund der Bücherei in dem Kinderbereich und dieses ältere Ehepaar kam inmitten des ganzen Chaos an.

Glücklicherweise begannen sie die Regale durch zu gehen, aber die Ruhe währte nicht lange. Ohne Verzögerung stand Sylvia direkt vor mir.

"George hat das Tor nicht vollständig geschlossen und wir haben den ganzen Morgen damit verbracht Kühe zu treiben", sagte sie mit erhobener Stimme.

Ihr Ehemann kam hinzu und sagte, "Sylvia hat das Mittagessen anbrennen lassen. Wir waren den ganzen Morgen draußen und haben den ganzen Tag kaum etwas gegessen."

Die ganze Reihe der Kinder mit Büchern in der Hand entlang blickend sagte ich lauter als ich es meinte: "Könnt ihr beide nicht Einmal etwas Nettes zueinander sagen?"

Zu meinem Schrecken wiederholten die Kinder den Satz "Sag einfach einmal etwas Nettes."

Und wie ich zuhörte, wanderten meine Worte die lange Reihe der Kinder hinunter. Dann war die Bücherei still. Die Linie der Kinder teilte sich wie das Rote Meer und George und Sylvia traten nach vorn, liehen ihre Bücher aus und gingen. Meine Vorgesetzte kommentierte es freundlicherweise nicht.

Am nächsten Tag kam Sylvia mit einem strahlenden Lächeln auf ihrem Gesicht in die Bücherei zurück. Sie zog einen Stuhl heran und setzte sich in die Nähe meines Schreibtischs

"Sie hatten gestern recht", sagte sie. Ich traf George gleich nachdem ich mit zwei Kindern geschieden war. Ich war in exklusiven Schulen ausgebildet worden und hatte keine Fertigkeiten. Ich arbeitete als eine Sekretärin und er rettete mein Leben. Er war ein Bankier in Florida und traf mich in einer Investmentfirma. Ich verliebte mich in ihn, kaum dass ich in getroffen hatte. Er ist eine fabelhafte Person."

George kam später an diesem Nachmittag in die Bücherei. Er erzählte mir, dass Sylvia die findigste, kreative Frau sei, die er jemals getroffen hatte. Später hörte ich mehr von ihrer Geschichte, Sylvia wurde in die spanische Königsfamilie geboren, lebte in Kuba und war während Castros Regentschaft weg gegangen. George war während des Zweiten Weltkriegs ein Kampfpilot und Held gewesen.

Nach ein paar Monaten des freundlich übereinander Redens erinnerten sich George und Sylvia an die Begeisterung einander zu lieben. Und — ich erratet es wohl schon — genug von ihrem Gehör kam zurück, so dass sie einander hören konnten. Das war der Punkt an dem ich anfing die faszinierendsten Fakten über diese Leute zu erfahren, die mir langweilig und "normal" erschienen waren, bevor ich die Diät begann.

In unserem Bemühen positive Gedanken zu erschaffen, trat ein seltsamer Effekt ein. Meine Gäste fingen an die Zeiten in ihren Leben zu verbinden, als sie ihr Glücklich Sein oder ihre positiven Gedanken aufgegeben hatten. Ich lernte dabei, wie "einfach" die Tragödie auch mir erscheinen mochte, dass jeder im Leben an einem Ort berührt worden war, der verletzlich und schmerzhaft war. Dies war meine Lektion in Mitgefühl.

Als ich mehr Mitgefühl fühlte, wurde unsere Diät erfolgreicher. Innerhalb von ein paar Monaten wurden die Gäste gut darin, positive Gedanken zu denken und teilen. Wenn jemand einen unglücklichen Gedanken mitteilte, nahmen sie an, dass die Person nicht auf unserer "Diät" war.

Jeder in der kleinen Stadt hörte davon und nahezu jeder fing an, es zu praktizieren. Der Stadtrat entschied, dass es im besten Interesse der Stadt war, all ihre Angestellten für jeden zur Verfügung zu stellen, der Hilfe brauchte. Eines eisigen Morgens fuhr mich ein Angestellter zur Arbeit. Sie wechselten Reifen, reparierten Fensterläden und halfen Älteren

Am aller faszinierendsten war es, dass wir alle glücklicher wurden. Als der Frühling mit seinem Leben spendenden Licht kam, hatte jeder Erlebnisse kleiner unerwarteter glücklicher Ereignisse gehabt und das Leben war für jeden von uns viel besser. Alle Kinder der Grundschule hatten unglaublich gute Ergebnisse in ihren Prüfungen. In der Mitte des Sommers erlebten wir das Phänomen, dass wir alle mehr Geld hatten, obwohl die meisten von uns nicht mehr einnahmen. Das Leben wurde einfach besser und besser.

Ich blieb für drei weitere Jahre in der Bücherei und ein paar Jahre Wechselte ich in meinen derzeitigen Beruf. Üblicherweise erinnere ich mich jedes Jahr zu Erntedank und Weihnachten daran an meine Diät zu denken und ich denke voller Liebe an diejenigen, die mir bei meinem Erfolg damit halfen.

Beim Nachdenken erkannte ich dass, wenn wir auf das Gute im Leben fokussiert sind, uns die Güte des Lebens fand. Und wenn wir die Güte in Einander sahen, wuchs sie bis sich die Stadt selbst veränderte.

Und die Bücherei? Ich besuchte die Bücherei vor ein paar Monaten.

Pretty Peggy Monday, mit ihren sanften braunen Augen und Haaren war die Bereichsmanagerin. Als ich sie sah sagte ich, "Peggy, Ich dachte, dass sie sich von der Bücherei zurück gezogen haben. Arbeiten Sie jetzt hier?"

"Nun gut", sagte sie mit ihrer gebildeten südlichen Stimme, "Ich fing an hier auszuhelfen weil ich gelangweilt war. Und ich habe mich darin verliebt. Also nahm ich den Job an. Sie wissen wie es hier ist. Es ist so wie in der Mayberry Show. Es ist wunderschön hier. Jeder ist freundlich und hilfsbereit. Ich kannte nie zuvor einen Ort wie diesen."

Ich nickte. Wie gut ich dieses Gefühl kannte! Ich fing an ihr zu erzählen dass ich mich daran erinnerte wie alles begann. Aber ich tat es nicht. Ich sagte einfach "Die Bücherei ist glücklich Sie zu habe, und auch die Stadt."

Dieses Jahr werde ich mit meinen unausgesprochenen Gedanken arbeiten, als auch mit den Worten die ich laut aussprechen mag. Ich hoffe, dass ihr euch auch meinem "Diät" Club anschließt. Denkt daran was geschehen könnte, wenn die Diät "global" würde!




Über Julia Griffin

Julia Griffin

 

Julia Griffin ist eine intuitive Heilerin, die durch ihre Manifestations- und Meditationstechniken erfolgreich das Leben von Tausenden transformiert hat. Sie unterrichtet diese Techniken in ihren Gruppenklassen, One-to-One Sitzungen und E-Kursen. Julia schreibt Beiträge für Spirit of Ma'at. Sie hat auf Grund ausgedehnter Studien ein tiefes Verständnis der Energetik. Sie ist eine Alchemistin, Astrologin, Kräuterkundige und Reiki Meisterin. Sie hat die Fähigkeit mit Pflanzen und Tieren zu kommunizieren. Sie lebte neun Jahre mit Wölfen zusammen, während sie ihre intuitiven Fähigkeiten entwickelte.

Sie startete vor Kurzem den Julia Mysteriumsschule E-Kurs - diese Workshops verkörpern fortgeschrittene Techniken für diejenigen, die ihr Verständnis davon vertiefen wollen, wie wir unsere persönliche "Realität" erschaffen. Julia bietet freie monatliche Newsletter an, die Manifestations-, Meditations- und energetische Techniken beinhalten - den "Das eine wahre Selbst" (One True Self) Newsletter unter www.onetrueself.com

Julia Griffin PO Box 920, Hiawassee, GA 30546

Telefon: (001) 706-896-7744

Email: info@onetrueself.com



Spirit of Maat Artikel von Julia Griffin auf Deutsch:

Dezember 2011: (Das Auge des Sturms)

Oktober 2011: Die Zukunft träumen

September 2011: Botschaft von den Wölfen

August 2011: Sterne, Planeten und Sternenbesucher

Juli 2011: Innere Reise Teil I: Engel unter uns

Mai 2011: Die sich verändernde Welt

April 2011: Frühlingsreise

März 2011: Gedanken über Ko-Schöpfung

Februar 2011: Ein intuitiver Blick auf 2011

Dezember 2010: Die beste Feiertagsdiät

November 2010: Liebe inmitten des Chaos

Oktober 2010: Mit den neuen Energien tanzen

September 2010: Eine weitere Botschaft von den Wölfen

August 2010: Durch das Neue Zeitalter navigieren

Juni 2010: Ein Update von den Wölfen

Mai 2010: Das Lied des Wolfs

April 2010: Die Weisheit der Wölfe

März 2010: Durch den Schatten gehen

Februar 2010: Briefe von der Seele

Januar 2010: Die Welle des neuen Zeitalters reiten

Dezember 2009: Aus der Nacht zum Licht

November 2009: Gruppenbewusstsein und das Zeitalter des Wassermanns

Oktober 2009: Von der Abtrennung in die Einheit

September 2009: Die Blume des Lebens als ein Modell des Ko-Erschaffens

Juli 2009: Alchemie des Zeitalters des Wassermanns

Mai 2009: Gedanken über den Herzraum

April 2009: Das Herz Chakra erfahren

März 2009: Euer Herz Öffnen

Februar 2009: Das wahre Selbst — Julias Manifestationsübung

Januar 2009: Prosperität erschaffen