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Sie, die ins Tor tritt (English)

Von Heather Fraser

Ich habe einen handgemachten Schmuckanhänger aus Zinn. Er zeigt das Gesicht einer Native American mit geschlossenen Augen. Ihr Gesicht verströmt Frieden und Gelassenheit und ich kaufte es vor über 20 Jahren wegen der Art wie ich mich fühlte, als ich es ansah — heilig.

Weil es Handarbeit ist, ist es ein Original, unterschrieben vom Handwerker, genannt "Sie, die ins Tor eintritt" Ich vermute dass der Name ihre Medizin offenbart, als derjenigen, die zwischen den Welten reisen kann.oder vielleicht deshalb, weil sie weiß, wie sie durch das Tor ihres eignen Herzens gehen kann.

Eines nachts vor ein paar Jahren, als mein Leben gerade zusammenbrach, war ich überzeugt dass sie zu mir sprach, als ich zu Bett ging. Ich hatte bemerkt dass ich zutiefst dankbar für alles in meinem Leben war, so wie es genau zu dieser Zeit war.

Was auch immer in genau diesem Moment vorging war gut. Ich kann mich daran erinnern gedacht zu haben, so viel Schönheit und Güte aus dem was auch immer geschah, gefördert zu werden, egal wie die Umstände auch sind, und sie waren damals ziemlich grimmig. Diese Akzeptanz dessen "was ist" war eine der größten Lehren, die ich erfuhr und ich glaube es war mein Widerstand, der so viel meines Leidens erschuf, meine hartnäckige Weigerung meine gegenwärtige Lebenssituation zu akzeptieren und mich selbst.

Ich denke nicht, dass ich jemals wahrlich oder tief dankbar für das gefühlt hatte was ich hatte, oder wenn es so war, dann hielt es nicht an. Ich grub niemals nach dem Gold in meinem Leben, war jedoch stattdessen immer darauf fokussiert was ich nicht hatte, wer ich nicht war, und all die Fehler und Unvollkommenheiten von Allem und Jedem um mich herum. Mein Verstand war immer am Urteilen, Analysieren, Abschätzen und am Versuchen herauszufinden, ob wer oder was auch vor mir war, auch wirklich gut genug war um von mir und meinen Standards Zustimmung zu erhalten. Mein Verstand war das Tor mit einem zu meiner Verfügung stehenden Wächter, der mich vor all den bösen Leuten, Orten oder Dingen schützte. Mein Ego würde entscheiden, ob der Zugang gewährt würde. Wen würde ich eintreten lassen? Wer oder was wurde mir gerecht?

Auf mein Leben zurück blickend sehe ich, dass sich das Tor nicht allzu oft öffnete. Nur einigen wenigen wurde einzutreten erlaubt, und selbst dann, sobald sie ihre menschlichen Schwächen offenbarten warf ich sie wieder hinaus. Ich kann jetzt sehen dass mein Verstand — mein Tor — mein Leben von mir fern gehalten hatte. Und dass ich derjenige war, der für das Betreiben des Tores verantwortlich war.

Als ich schlussendlich herunter in mein Herz fiel und lernte das Gold zu schürfen aus wem oder was auch immer vor mir stand, fing ich an zuzulassen, dass Alles vom Leben eintritt. Den Zutritt zu meinem Zentrum zu verweigern, meinem Herzen, war das Leben selbst zurückzuweisen, und was wäre das Wesen dieser Art von Existenz?

Ich sann in jener Nacht als ich im Bett lag über diese Frage nach, über mein weises Pendant nachdenkend und meine eigenen derzeitigen Lebensumstände. Ich zog mich selbst ins Zentrum davon und warf einen langen Blick darauf, was das was mein Tor verschloss — meine Weigerung das Leben herein zu lassen — erschaffen hatte. Ich mochte nicht was ich sah. Ich sah dass auf diese Weise zu leben sinnlos war mit Ausnahme dessen, was ich mich zu erkennen gelehrt hatte. Dass ich mich erweichen musste. Dass ich mich überlassen muss. Dass ich mich Spirit ergeben muss. Dass ich der Liebe vertrauen muss. Dass ich mich ausdrücken muss. Und dass ich all dies ohne Angst tun muss.

Nun gut, ich bin mir nicht sicher ob ich den Part der "Angstlosigkeit" bereits gemeistert habe, jedoch lernte ich mich zu ergeben, zu erweichen und Spirit zu überlassen und dass dies in und aus sich selbst diese Reise ganz und gar wert gemacht hat.

Also begann ich all das nochmals von vorn. Von Grund auf. Denn klarerweise hatte ich eine saubere und leere Tafel um neu zu beginnen. Ich begann, so denke ich, diesen Neubeginn in dieser Nacht als ich meinen Kopf in die köstliche Behaglichkeit meines Bettes sinken ließ, die Worte "zutiefst dankbar" in meinem Herz widerhallend. Ja, Sie die ins Tor tritt sprach zu mir.

Ich fing an jenem Tag an, meinen Tag mental durchzusehen, und sah wie wunderschön mein Leben — alles Leben — sein konnte, wenn es nur aus einem Ort der herzenszentrierten Dankbarkeit betrachtet wird. Trotz der Isolation, dem Geldmangel, der Arbeitslosigkeit, dem Fehlen naher Familie, war ich in dieser Nacht fähig in den Schlaf zu gleiten, mich zufrieden und ganz fühlend. Denn mein Tag war an jedem Tag ein herrlicher Tag gewesen, wenn ich ihn aus der Perspektive Spirits betrachtete.

Ich erinnere mich, dass ich ihn in Stille begann, draußen auf dem Balkon (es war Sommer) umgeben von Töpfen von Freude erfüllter Stiefmütterchen, die sich übereinander ergossen, als ob sie sagen wollten "Oh welch wundervoller Tag, ich kann die Glückseligkeit gar nicht in mir halten, die mich durch eure Anmut erreicht hat!" Ich saß bei meinem Kaffee und lauschte dem Orchester der Vögel, die den Tag mit ihren fröhlichen Liedern begrüßten..

Ich hatte am Tag die Zeit in meiner Freizeit zu schreiben, entlang der Wildblumen spazieren zu gehen... haufenweise, ihre leuchtenden rosanen, weißen und purpurnen Blätter gegen das hohe grüne Gras flatternd, mit ihrem berauschend wohlriechendem Duft. Ich lies mir mein Mittagessen auf der Zunge zergehen. Ein Topf selbst gemachtes Chickencurry mit Reis, das ich am Vortag zubereitet hatte. Ich häufte die Kelle voll mit gehackten Tomaten auf, Gurken und Salat und genoss jeden Bissen.

Ich besuchte die Bücherei und nahm ein paar Bücher mit die ich bestellt hatte und schwelgte in der Erfahrung Zugang zu so vielen Worten zu haben und so vielem Wissen, das mich umgab. Ich fühlte mich dankbar für meinen Wagen, der mich dorthin brachte, auch wenn er schon 10 Jahre alt war und viele Reparaturen bräuchte.

Dies war mein Leben in jenem Moment und in dieser Nacht, anstatt mit Erniedrigung und Scham erfüllt zu sein, war ich erfüllt mit einem großartigen Sinn inneren Friedens. Ich fühle mich wie Sie, die ins Tor tritt. Und in jener Nacht hatte ich das Tor mit freudiger Hingabe geöffnet.

Ich feuerte den Wächter und verdrahtete den Tormechanismus neu. Es war nun permanent offen. Alles Leben konnte eintreten. Alle Freude, alles Leiden, alle Liebe, alle Menschlichkeit. Worum geht es bei einem bewachtet und zugangskontrolliertem Leben? Es ist wie diese geschlossenen Wohnanlagen die ihr manchmal seht, komplett mit Security am Eingang und allem fernüberwacht. Steril, perfekt, ordentlich, kalt, leer und oh so einsam und leblos.

Am Ende entdeckte ich das alles worum es ging, Annehmen war. Annehmen des Lebens. Annehmen des Selbst. Annehmen von Anderen, während zugelassen wird das alles Leben durch das offene Tor tanzt. Ich erkannte dass Akzeptanz Freude entspricht, und dass es im Grunde nicht mehr zu wissen gibt. Ich lernte der Einfachheit dieser Entdeckung zu erlauben auf Zellebene tief in mein Wesen einzusinken. Ich lernte sie einzuatmen, sie zu trinken, sie in jeden meiner Gedanken und Gefühlen einfließen zu lassen und jetzt bin ich oh so bescheiden zu lernen sie zu sein, sie zu verkörpern und schlussendlich sie mit ein wenig Anschein von Anmut und Würde zu leben.

Wenn wir die Courage haben all die Fassaden abzustreifen von denen wir meinen uns hinter ihnen zu verstecken, dann entdecken wir, dass wir alle exakt und ich meine exakt dasselbe sind. Wir sind alle fragile, verletzliche, zögernde menschliche Wesen die einen gemeinsamen Wunsch haben... Herzensfrieden.

Das Leben ist so viel leichter wenn wir einfach loslassen und uns dies selbst einräumen.

Copyright 2011 Heather Fraser - www.sacredscribe.com Ihr könnt Kopien von diesem Artikel machen und sie in jedem Medium verbreiten, solange ihr nichts verändert, die Autorin angebt und sie diese Copyright Bestimmung und Webseitenadresse beinhalten.




Über Heather Fraser

Heather Fraser

 

Heather Fraser ist eine Autorin die dazu gekommen ist, die Bedeutung ihres Lebens als eine Ausdruck des Heiligen und der Selle des alltäglichen Lebens zu verstehen.

Ihr könnt Heather über ihre Website kontaktieren unter: www.sacredscribe.com









Spirit of Maat Artikel von Heather Fraser auf Deutsch:

April 2012: (Geliebte Angelegenheiten)

März 2012: (Mystische Ekstase)

Juni 2011: Das Ende des Leidens

Mai 2011: (Die Gnade des Loslassens)

April 2011: (Die Wellen reiten & Der Sog)

März 2011: (Welche Träume kommen mögen)

Februar 2011: Sie, die ins Tor tritt

Januar 2011: Rufen aller Engel

Dezember 2010: (Schöpferische Seele)

November 2010: Natur als wohlwollende Lehrerin

Oktober 2010: Erweckende Momente

September 2010: Unser Leben als ein Gedicht

September 2010: Der Gedanke ist eine schöne Sache

August 2010: Göttlicher Körper

August 2010: Schmerzhaft schöne Anmut

Juli 2010: Die Essenz der Schönheit

Juni 2010: Der kosmische Witz

Juni 2010: Sei jetzt Liebe

Mai 2010: Essays über die Schönheit des Seins

April 2010: Was ist ein Heiler/Heilerin?

April 2010: Die Weisheit unseres inneren Weisen?

März 2010: Liebe heilt

März 2010: Eine tiefe, tiefe Liebe

März 2010: Süßes, süßes Ergeben

Februar 2010: Sei nicht beschämt, FRAU...

Februar 2010: Elixier der Liebe — Eine Vision

Januar 2010: Ich gehe. Ich atme. Ich fühle. Ich schreibe.

Januar 2010: Einfach nur zu leben ist heilig

Januar 2010: Wollt ihr ein Geheimnis wissen?

Dezember 2009: Selbstliebe — das Glück der Vereinigung

Dezember 2009: Was uns Not lehrt

Dezember 2009: Was ist wirklich, was ist es nicht?

November 2009: Die Große Säuberung

November 2009: Den Tanz tanzen

Oktober 2009: Göttlich ausbalancierte Energien

Oktober 2009: Die Welt braucht eines Mannes Herz

September 2009: Unseren Weg in eine neue Welt fühlen

September 2009: Es gibt keine Antwort