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Vortex (English)

Von Vera Petrova

 

Schönheit Allüberall

Es ist Mittagszeit im Sedona Creative Life Center. Ich bin in einem 'Awakening the Illuminated Heart (Erwecken des erleuchteten Herzens)' Workshop. Normalerweise würde ich weg zu einem Restaurant zum Essen gehen, heute wähle ich jedoch da zu bleiben.

Es ist mildes, wunderschönes Herbstwetter. Der Himmel ist strahlend blau; jedes einzelne Blatt des riesigen gelben Baumes vor mir schwingt in der Luft. Ein Mädchen spielt nicht weit von dort wo ich sitze Gitarre. Ich fühle Freude, ich fühle immenses Glücklich Sein.

'Danke', sage ich mit lauter Stimme, in den Himmel blickend. Träume ich? Ich muss lernen zu empfangen, anzunehmen denke ich für mich. Ein weiter Weg brachte mich hier her um Drunvalo zu treffen. Es war Zeit.

Öffne dein Herz und empfange. Liebe ist allüberall.

 

Ein Großes Herz

'Du musst die DVD ansehen, in der Drunvalo erzählt wie er auf der Erde ankam', sagen mir meine Freunde Silvia und Daniel in Skype. Sie erklären mir wo ich sie in ihrem Haus in Sedona finde. Dank ihrer Hilfe ist es jetzt mein Haus. Sie waren so großherzig es mir zu überlassen während sie in Mexiko sind. Ich schlafe ein, während ich die DVD ansehe.

Um 3 Uhr bin ich hellwach mit eine normalen Jetlag Reaktion und der DVD im Sinn. Ich fange an nachzudenken. Er ist nicht ganz Mensch; es ist offensichtlich und ein wenig seltsam. Wenn es um ein besondere Art Wesen geht das zur Erde kam um zu lehren dann bin ich damit einverstanden. Ich bin bereit zu lernen.

Dann erinnere ich mich plötzlich an einige seiner Witze. Er scherzt die ganze Zeit; ein kleiner 'Tic' hier, diese Art von Humor. Dann sprach er über die erste Umarmung die er seinem Kind gab und die Weise in der er die ganze Zeit über seine Frau spricht — selbst wenn es darum geht wie sie zusammen arbeiten kann man einen verliebten Mann erkennen — und dies ist ein weißhaariger Mann, der jetzt seit Jahren verheiratet ist.

Dann bin ich so dankbar für seine riesige Geduld. Jedem eine Umarmung gebend; selbst die dümmste Frage beantwortend; das Essen überspringend wenn sich eine Menschenreihe mit nicht endenden Fragen und Bitten um Photos gebildet hat. All dies ist nicht un-menschlich. Es ist das was geschieht, wenn ein Mensch im und aus dem Herzen lebt. Er erzählte uns dass er fast die ganze Zeit dort ist.

Diesem menschlichen Wesen gegenüber fühle ich mich um 3 Uhr n der Nacht dankbar. Ich mache mir jetzt besser einen Tee. Da muss noch etwas Kürbiskuchen von Erntedank im Kühlschrank sein.

 

Im Dunkeln Tanzen mit Drunvalo

Der beste Tanz meines Lebens. Deborah, meine Partnerin war älter als ich, mit durchdringend lachenden blauen Augen und einer Eleganz wie Shirley McLane. Wir sollten uns nur an den Fingerspitzen berühren, dann voneinander lösen und mit geschlossenen Augen und unseren aufgesetzten Masken darauf achten unseren Partner nicht in einem See von Paaren zu verlieren, die alle dasselbe machten. Ich tanzte in dieser Dunkelheit mit Deborah wie noch nie mit einem Mann zuvor. Liebe konnte in der Luft um uns herum berührt werden. Drunvalo war die einzige nicht tanzende Person im Raum. Wir tanzten an diesem Tag jedoch alle mit ihm. Wir bewegten uns mit den Wellen der Liebe, die sein großes Herz still verströmte. Wir tanzten mit unseren höheren Selbsten, mit den Engeln, wir waren alle Eins.

 

Der Tag danach

Am Samstag nach dem Workshop fahre ich um Antje, Susan und Lanie abzuholen um sie auf eine Rundtour um die Vortices zu fahren. Lanie wird am Nachmittag abreisen und wir versuchen unser Bestes zu tun um pünktlich zu sein. An diesem Morgen schneite es jedoch in der Wüste wie wenn ich in Norwegen wäre. Während die Vortex Tour kürzer und kürzer wird, scheint eine Tasse Kaffee an einem angenehmen Ort angemessener zu sein. Wir haben sowieso eine Menge zu verdauen.

Lasst uns Reden, Mädchen, Trips, Erlebnisse, Kinder.

'Dies ist das erste mal dass ich meinen acht Jahre alten Jungen für eine ganze Woche allein gelassen habe' sagt Lanie.

'Meine Mädchen waren ungefähr in dem Alter als ich einen Monat in Indien verbrachte', sagte ich. 'Und wisst ihr was? Ich habe sie überhaupt nicht vermisst! Zum ersten Mal! Wie war es bei euch?'

'Ich meine ich auch nicht', antwortet Lanie. 'Ich weiß es war so intensiv, was wir gemacht haben'.

'Wisst ihr' sagte ich, 'Ich ermisste euch definitiv mehr, als wir am ersten Tag aufhörten aus derselben Atemflasche zu atmen — ganz sicher mehr als ich meine Töchter vermisste. Sie werden erwachsen, das ist wahr. Jedoch getrennt zu werden, nach dem zusammen atmen war ein derart schmerzvolles Gefühl ...'

Was für ein Gefühl von Freiheit, dieses 'Frauengespräch' im verschneiten Sedona ...

 

Zurück auf der Erde

Am nächsten Tage treffe ich Edith in der Hotel Lobby; 'Ich fühle so einen Zorn', erzählt sie mir. Zorn? Edith? Die süßeste, friedvollste Person vor Ort? Sie muss hungrig sein, es muss an ihrem kanadischen Akzent liegen denke ich bei mir.

'Es ist Zorn'. Sie wiederholt es mit lauter Stimme mir direkt in die Augen starrend. Sie hatte in der Tat niemals einen starken Akzent. Sie weiß worüber sie spricht. Ich bin es der sich weigert ihr zu glauben. Zorn? Am nächsten Tag nachdem wir in einem Ozean der Liebe geschwommen sind? Ediths Augen sind voller Tränen. Edith, die nie aufhörte zu lächeln, Edith mit dem netten, liebevollen jungen Freund Steve, die junge Edith die mir stolz erzählt hat, dass sie bald Großmutter wird. Halt, Warte, Stopp. Du musst gerade dabei sein etwas sehr Tiefes zu verarbeiten, weißt du... Hör mal Edith, tu mir einen Gefallen. Geh irgendwohin und weine, schreie. Versprich mir, du musst es alles hinaus schreien. Werde ich, nickt sie; sie kann an diesem Punkt ihre Tränen nicht zurück halten.

Eine Woche später bin ich zurück zu Hause, im Versuch mich nach der Reise zu einem anderen Planeten genannt Sedona wieder nieder zu lassen. Es ist überhaupt nicht leicht. Meine Teenager Töchter machen mich wahnsinnig, mehr als jemals. Gerade jetzt wo ich zurück zu Hause bin, voller immenser kosmischer Liebe? Ja, genau jetzt. Nach zwei Tagen, in denen ich versuchte einen freimütigen Blick in den Spiegel zu vermeiden, weiß ich es plötzlich — es ist Zorn.

Ich brauche Zeit für mich selbst, ich muss nach Jahren einräumen, dass das Leben für mich nicht leicht gewesen ist, dass ich all diese Jahre mit der Priorität verbracht habe die Kinder aufzuziehen und jetzt brauche ich meinen Raum. Ich muss mich ergeben. Es kann kein Zufall sein, dass ich gerade Jetzt 'Mutant Message from Down Under' lese. Die Aborigines mit denen der Autor für Monate zusammen lebte, können die Bedeutung von Soße nicht verstehen. Weiße Menschen leben nicht mit der reinen Wahrheit, sagen sie. Weiße Menschen brauchen Soße für ihr Fleisch und kleine und größere Lügen um ihre Wahrheit zu verdauen.

Das ist es. Wir sind so leicht dabei Liebe und Schönheit in unsere Leben zu rufen, wenn es jedoch zu der Wahrheit kommt... Wenn ich Zorn fühle, dann lasse ich mich wütend sein. Wenn ich hasse, lasse ich es so sein. Es wird bald vorüber gehen. Ich bin auf meinem Weg zur Wahrheit. Edith war nur schneller.

 

Himmelshafen

... Ich kam in Sedona spät am Abend an, im Dunkeln vom Flughafen von Phoenix her fahrend. An einem bestimmten Punkt erschien eine Sternschnuppe am Himmel. Hilf mir mein Herz zu öffnen dachte ich. Zwei Wochen später fuhr ich in der Nacht um 4 Uhr morgens zurück nach Phoenix, um den Wagen zurück zu geben und nach Hause zu fliegen. Dieses Mal konnte ich es nicht einen fallenden Stern nennen: ein paar Minuten nachdem ich Sedona verließ, fing ein großer Meteorit am Himmel Feuer, direkt vor mir. Vor Überraschung fuhr ich den halben Weg nach Phoenix mit weit offenem Mund. Mein Herz war es bereits.

Danke, Drunvalo


Über Vera Petrova

Vera Petrova

 

Vera Petrova ist keine spirituelle Lehrerin (noch nicht). Sie tut jedoch ihr Bestes um ein guter spiritueller Student zu sein. Sie hat inzwischen die Welt seit Jahren bereist, vom Himalaya bis nach Amazonien, von Japan bis Bulgarien, ihrem Heimatland. Sie hat für viele Jahre in Rom gelebt, an der Universität von von Pisa die Bulgarische Sprache lehrend, Novellen ins italienische übersetzt, und Story-Beratung für Dokumentationen machend. Sie ist Chefredakteurin in wichtigen Magazinen gewesen, Ko-Autorin eine Bühnenstücks und 2011 Autorin eines Kurzgeschichtenbuches: 'Instead of a book (Anstatt eines Buches)'. Spirituelles Wissen und magische Überzeugungen verweben sich mit "geerdeten" Themen in ihren sehr persönlichen Geschichten. Vera lebt mit ihren beiden Töchtern in Bulgarien.

(Sie ist ebenso eine hingebungsvolle Leserin von Spirit of Ma'at, die an der Sierra Nevada de Santa Marta Versammlung mit den Ältesten im August 2011 teilnahm)


Spirit of Maat Artikel von Vera Petrova auf Deutsch:

Januar 2012: Vortex

Dezember 2011: (Elviras kleiner Zahn)