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> MA'AT MAGAZIN > November 2010 > Natur als wohlwollende Lehrerin ( vorheriger / nächster Artikel von Heather Fraser )
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Natur als wohlwollende Lehrerin (Nature as benevolent teacher)

Von Heather Fraser

Was viele Menschen in der sogenannten Mainstreamwelt jetzt zu fühlen beginnen, ist ein Verlangen nach mehr Zeit, um einfach tief zu atmen, einen friedvollen Morgen in Stille zu verbringen, einen Bummel zu machen — ungehetzt, einen ganzen unverplanten Tag mit ihren Kindern zu haben, oder Zeitbereiche, um einfach zu "Sein" und darauf zu lauschen, wie ihre eigene innere Weisheit aufsteigt, einen Freund zu besuchen ohne gleich wieder los rasen zu müssen, ein gesundes Essen in entspanntem Tempo zuzubereiten und es zu so lange zu genießen, bis es sich bis zum Kern zufrieden anfühlt.

Woher kommt es, dass gerade dies die Dinge sind, die eine sterbende Person zu ihrer Priorität macht? Ist es nur im Wissen, dass unser Leben kurz vor dem Ende steht, dass wir uns selbst die Erlaubnis geben wirklich zu leben? Oder ist es dass ein frühes Todesurteil das schlussendliche Ergeben des Verstandes hervor bringt, und all des nutzlosen, bedeutungslosen und fieberhaften Futters, welches ihn üblicherweise belegt hält, so dass es sich plötzlich in den stillen Frieden Gottes auflöst?

Woran ich mich von "Zuhause" erinnere, das Zuhause meiner Seele, ist auf den stillen Frieden Gottes durch die Weisheit der Natur zuzugreifen. Diese Wahrheit habe dankenswerterweise niemals vergessen und sie ist eine treue, liebevolle Lehrerin gewesen, die immer meinen Weg geleitet hat. Diese Lehrerin ist nicht nur für ein paar ausgewählte Wenige da. Die Natur ist für alle da die bereit sind, auf ihre Weisen zu hören und ihre Weisheit zu erinnern.

Diese Wahrheit wurde profund in mir erweckt, als ich als Kind nach Afrika umzog (Obwohl ich mich immer noch an den Frieden und die Freude erinnern kann, die ich sogar fühlte, als ich in Downtown Toronto wohnte, bevor wir nach Afrika umzogen, immer wenn meine Mutter mich in einen Park mitnahm, an den Strand oder an irgend einen netten Ort, um die Enten zu füttern.) Afrika verstärkte einfach den stillen Frieden Gottes in mir über das hinaus, was meine neun Jahre alte Realität aufnehmen konnte und zu manchen Zeiten fühlte ich mich so überwältigt von der Herrlichkeit ihrer Weite und atemberaubenden Schönheit.

Ich bin mir sicher, das dort zu leben Erinnerungen einer Zeit aufrührte, als das Leben ein andauerndes Wertschätzen und Ehren der Rhythmen der Natur war und unsere täglichen Bewegungen von der Sonne und dem Mond geleitet waren.

Ich kann mich daran erinnern, dass die Schule dort um ein Uhr Nachmittags endete, denn nach dieser Zeit war es zu heiß und wir verbrachten den Nachmittag ruhend, Hausarbeit machend, Tee trinkend oder beim Schwimmen! Viele Leute hatten wie wir einen Garten, in dem wir Gemüse zogen und in unserem Hof hatten wir Granatapfel, Maulbeeren, Mandarinen, Mango, Granadilla und Papaya Bäume. Wegen der rauen Natur des Landes gab es einen großartigen Sinn für Gemeinschaft und Kameradschaft. Das Leben war in Afrika extrem, im Grunde waren wir in der Mitte der Kalahari Wüste in Botswana, und im nächsten Moment konnten wir von Regenschauern überflutet werden, von Dürre zerrissen, oder von einer tödlichen Schlange gebissen. Das Leben wurde immer im Moment gelebt, verbunden mit der ganzen Lebendigkeit des Lebens und der Natur. Wir folgten den Rhythmen der Natur, nicht anders als die Tiere, die am Abend und Sonnenuntergang besonders aktiv waren und ich wurde augenblicklich auf diese Weise des Lebens eingestimmt. Ich wurde an die Weisheit von "Zuhause" erinnert.

Es ist vierunddreißig Jahre her seit ich in Afrika lebte, jedoch fließt die Weisheit ihrer alten Rhythmen immer noch tief in den Flüssen meiner Seele. Natur ehren, uns innerhalb der natürlichen Rhythmen täglichen und jahreszeitlichen Zyklen bewegen, uns von ihrer Freigiebigkeit nähren, ausgelassen in ihrer atemberaubenden Schönheit sein, mit ihr gemeinsam ihre heiligen Lieder singen, zum Schlag ihres donnernden Herzens tanzen, von ihren Leben spendenden Regenschauern neu gewaschen werden, von ihrem Kaleidoskop der Farben von Ehrfurcht ergriffen, ihrer Weisheit der Stille lauschend — sind dies heilige Fußstapfen, auf dem Weg zur Freiheit genommen — um in Mutter Erdes wohlwollender Gnade verwurzelt zu sein.

Es ist möglich diese Art von Reverenz überall zu erschaffen, egal wo wir leben. Ohne sie werden unsere Leben bedeutungslos und abgetrennt und sobald wir bemerken, dass wir von unserer Ersten Mutter getrennt wurden, dann fangen wir an zu spüren, dass da ein anderer Weg sein muss. Und ja, dankbarerweise gibt es ihn.

Wenn wir beginnen unser Leben mehr auf die Rhythmen der Natur einzustimmen, ist dies ein Schritt in Richtung aus das Ausrichten auf unser inneres Wesen, aber wir können wir dies machen? Wie geht es, wenn wir in New York Stadt oder Hongkong leben? Bedeutet das einen Massenexodus aufs Land? Fangen wir alle an, an Lianen zu schwingen, Grasröcke zu tragen und nach Beeren zu suchen?

Klarerweise ist die Verbindung zunächst in unserem Inneren, wo wir eine bewusste Wahl treffen unsere eigene innere Natur zu entdecken. Viele tun dies jetzt durch Kreativität, Meditation, bewusstes Essen und/oder Zeit allein in der Natur. Für Andere wird die Richtung nach Innen schmerzhaft erzwungen. Es ist ein machtvoller innerer Ruf, der nicht länger ignoriert werden kann, und wenn wir Widerstand leisten, nun... das macht das Leben schwieriger. Wir werden zu unserem wahren inneren Sein erweckt und viele finden heraus, dass ihre schiere Natur der stille Frieden Gottes ist. Jede dieser Praktiken ist einfach anzufangen und ihr kann nachgegangen werden, ob ihr in den weiten Ebenen der Kalahari lebt, oder im Trubel von New York Stadt, wo jeder Park, Garten, Gewächshaus als ein Stück Natur ausreichen würde.

In den bitterkalten Wehen des Winters kann ich oft im saftigen Grün des mediterranen Gewächshauses des botanischen Gartens sitzend gefunden werden. Hier aale ich mich in der Schönheit des tropischen Blattwerks, inhaliere die Süße von Orangen und Limonenblüten, beobachte japanische Koi lautlos durch den Teich gleiten und lausche auf die stille Schönheit meiner Seele. Der Eintritt ist frei und unglaublicherweise finde ich oft heraus, dass ich die einzige dort bin.

Der Schritt in Richtung Freiheit ist nicht schwer zu nehmen. Wir müssen uns nur von der illusionären Weise des Lebens in dieser Welt "ausklinken" und damit beginnen, uns mit unserem inneren Wesen auszurichten. Eine der einfachsten Weisen das zu tun, ist in den Spiegel der Natur zu schauen, welche uns so rein die einfache, reichhaltige, schöne und strahlende Essenz einer wohlwollenden, bedingungslos gebenden Energie reflektiert. In unserem Kern ist es das, was auch wir sind.

Copyright 2009 Heather Fraser — www.heatherfraser.com Ontario, Canada


Über Heather Fraser


Heather Fraser hat alle Titel aufgegeben, Etiketten, Definitionen und alle Illusionen des etwas Besonders zu sein, von denen sie meinte, es zu sein. Sie lebt nun in einem Zustand, den sie Die Schönheit des Seins nennen möchte, in dem sie Leben dadurch transformiert und fördert, die Kunst und Ausübung des einfach Eins mit dem Leben Seins.

Ihr könnt Heather über ihre Website kontaktieren unter: www.sacredscribe.com











Spirit of Maat Artikel von Heather Fraser auf Deutsch:

November 2010: Natur als wohlwollende Lehrerin

Oktober 2010: Erweckende Momente

September 2010: Unser Leben als ein Gedicht

September 2010: Der Gedanke ist eine schöne Sache

August 2010: Göttlicher Körper

August 2010: Schmerzhaft schöne Anmut

Juli 2010: Die Essenz der Schönheit

Juni 2010: Der kosmische Witz

Juni 2010: Sei jetzt Liebe

Mai 2010: Essays über die Schönheit des Seins

April 2010: Was ist ein Heiler/Heilerin?

April 2010: Die Weisheit unseres inneren Weisen?

März 2010: Liebe heilt

März 2010: Eine tiefe, tiefe Liebe

März 2010: Süßes, süßes Ergeben

Februar 2010: Sei nicht beschämt, FRAU...

Februar 2010: Elixier der Liebe — Eine Vision

Januar 2010: Ich gehe. Ich atme. Ich fühle. Ich schreibe.

Januar 2010: Einfach nur zu leben ist heilig

Januar 2010: Wollt ihr ein Geheimnis wissen?

Dezember 2009: Selbstliebe — das Glück der Vereinigung

Dezember 2009: Was uns Not lehrt

Dezember 2009: Was ist wirklich, was ist es nicht?

November 2009: Die Große Säuberung

November 2009: Den Tanz tanzen

Oktober 2009: Göttlich ausbalancierte Energien

Oktober 2009: Die Welt braucht eines Mannes Herz

September 2009: Unseren Weg in eine neue Welt fühlen

September 2009: Es gibt keine Antwort